Barbara Ruscher: „Ekstase ist nur eine Phase“

15. Februar 2017      20 Uhr


Sie hat es drauf, die gelernte Pädagogin. Kess, cool und staubtrocken analysiert Barbara Ruscher die absurden Auswüchse der modernen Gesellschaft. Ekstase findet sie in allen Bereichen: Im modernen Verhältnis der Geschlechter zueinander, bei der Massentierhaltung aber auch bei Ernährungskonzepten, beim Datenklau oder beim Punktesammeln. Ruscher präsentiert mit viel Power eine erfrischende Mischung aus alltäglichem Wahnsinn und skurrilem Mainstream.
 

Charmant, scharfsinnig und mit einer gehörigen Portion Selbstironie hat sie sich auch die letzten Tabus unserer Zeit vorgenommen:
Als da sind die FIFA mit dem Großprojekt WM 2022 in Katar als auch das globale Erotik-Phänomen „Fifty shades of grey“ („Selbst der Papst sagt, leichte Schläge sind erlaubt“). Der nahtlose Wechsel vom Politischen ins Erotische gelingt der Kölnerin ebenso spielend wie die Kunst, die Welt nicht moralinsauer, aber herrlich ätzend zu spiegeln. Mit großem Spass begleitet die blonde Powerfrau am Klavier ihre Sprechgesänge, die an Helge Schneider erinnern lassen. Echt schräg!
 

„Kabarett vom Feinsten“ schreibt der Kölner Stadtanzeiger.

 

 

 

 

 

Helmut Schleich: „Ehrlich“

24. März 2017      20 Uhr


Man kennt ihn als genialen Franz Josef Strauß-Imitator, man kennt sein „Schleich-Fernsehen“. Jetzt offenbart Helmut Schleich im brandneuen Programm seine Einblicke in eine Politik, die den Vertrauensmissbrauch zur Staatsräson erhoben hat. Absolut ehrlich tut er das. „Ehrlichkeit ist ein Minenfeld und weit und breit kein Räumkommando in Sicht“, sagt er. Aber so ganz stimmt das nicht, denn der Münchner räumt gründlich auf mit gefährlichen Halbwahrheiten, mit bequemer Ahnungslosigkeit und lieb gewonnenen Vorurteilen. Er fühlt den Mächtigen zwischen München, Berlin und Brüssel schonungslos auf den Zahn. Dass dabei der eine oder andere Zahn gezogen wird, versteht sich von selbst.
 

Dazwischen läßt er sein höchst vergnügliches Panoptikum aus schillernden Typen und kuriosen Gestalten aufmarschieren. Allen voran der große Vorsitzende Strauß, der donnernd mit der bayerischen Staatsregierung abrechnet. Brillant gespielt und hintersinnig ersonnen, ist das wohl sein schärfstes und anspruchsvollstes Programm.
Helmut Schleich ist eine der markantesten Größen in der Kabarett-Landschaft und wurde unter anderen mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet.

 

„Ehrlich“ ist eine Offenbarung, schreibt der Südkurier.

 

 

 

 

 

Moritz Netenjakob: „Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus“

27. April 2017      20 Uhr

 

Er kommt aus der Hochburg des rheinischen Humors. Er schreibt seit zwanzig Jahren die Texte für die Größen der Comedy-Zunft von Anke Engelke bis Didi Hallervorden. Er hat ein neues Bühnenprogramm:
Der intellektuelle Spaßmacher Moritz Netenjakob. Spielend gelingt es ihm, exakte Alltagsbeobachtungen und beißende Satire zu einem Panoptikum deutscher Befindlichkeiten zu verweben.

 

Netenjakobs Soloprogramm? Mitnichten. Es treten auf ein türkischer Fabrikant, der an deutschen DIN-Normen verzweifelt. Ein deutscher Filmproduzent, der die Titanic nicht sinken lassen will; Udo Lindenberg, Jan Delay, Herbert Grönemeyer kämpfen gegen ein Ufo und und und. Dabei kommt dem Kölner sein außerordentliches Talent als Stimmen-Imitator zu Gute. Auch vergleicht er deutsches und südliches Flirtverhalten (seine Frau ist Türkin), schickt Dorfbewohner in modernes Theater und zeigt, wie sich ein Lehrer-Ehepaar beim erotischen Rollenspiel in der eigenen Political Correctness verheddert. Das ist feinste Gesellschafts-Satire.

 

Westfälische Rundschau: „Alle restlos begeistert“

 

 

 

 

 

Jürgen Becker: „Volksbegehren“

23. Mai 2017      20 Uhr

 

Nach diesem Parforce-Ritt durch die Kulturgeschichte der Fortpflanzung wissen Sie genau Bescheid über das, was Sie schon immer wissen wollten. „Becker der Entdecker“ (wie eine WDR-Serie mal hieß) hat uns schon auf den Dritten Bildungsweg geschickt, in die Kunstgeschichte eingeführt, hat uns den rheinischen Kapitalismus und die Religionen der Welt erklärt. Nun also Liebe, Lust und Leidenschaft. Der „Mitternachtsspitzen“ – Chef widmet sich dem, was ihm als Kölner alles andere als heilig ist: Religion und Sex. Natürlich mit einem philosophischen Blick durchs Schlüsselloch –so wie wir das von ihm kennen: Mal feinsinnig, mal derb aber immer mit einem Augenzwinkern. Und wie immer hat er natürlich messerscharf recherchiert.

 

Das Mysterium Fortpflanzung beginnt bei Adam und Eva und endet im hier und heute. Sex ist Thema Nummer eins. Das gilt in der Tier- und Pflanzenwelt genauso wie bei Menschen, Göttern, in Kunst, Literatur oder Religion. Und doch ist das Thema oft mit Peinlichkeit oder Scham belegt.
Jürgen Becker fragt sich, kann Religion diese Scham erklären? Schließlich hat Kirchenvater Augustinus schon postuliert, daß Sex ausschließlich der Fortpflanzung und nicht dem Spaß zu dienen hätte.

 

Mit rheinischer Toleranz beleuchtet der Kölner die wichtigste Nebensache der Welt - immer tiefgründig, nie oberflächlich. Begleitend dazu zeigt er die Zeugnisse der Kunstwelt aller Epochen zu diesem Thema. Von Rembrandt über Courbet bis Magritte. Jürgen Becker, das ist allerfeinste Unterhaltung mit intellektuellem Tiefgang.

 

…und hinterher spendiert er jedem Zuschauer ein Kölsch.