Auf der Rückseite fallen die Fenster des ehemaligen Bankettsaales auf: In ihnen wird eine barocke Fensterkombination aus einem hohen Rechteckfenster mit einem darüber liegenden Bullauge auf die einfachste geometrische Grundform zurückgeführt. Der rückwärts gelegene große Saal umfasste ursprünglich die Höhe von zwei Geschossen. Seine original erhaltene, vor den Umbaumaßnahmen durch eine Abhängung verborgene Decke ist mit großformatigen Kassetten gegliedert. Durch Herausnahme der Zwischendecke ist jetzt der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt. Die Fenster parallel zu dem neu geschaffenen Freiraum wurden in Absprache mit der Denkmalpflege verlängert. Die in der damaligen Zeit häufiger vorkommende Dachform ergibt sich aus einer besonderen Ausbildung des seit dem Mittelalter bekannten Holzrippentragwerks zu einem wabenartigen Netz, der Zollbau-Lamellen-Konstruktion, genannt auch Zollinger-Bauweise. Das aufgrund seiner Sinngebung wie seiner Form in Bad Kreuznach einmalige Bauwerk ist außen weitgehend original erhalten.